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Achtsamkeitsimpuls
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Achtsamkeitsimpuls

Der Psychologe Martin Seligman hat den Begriff «verdienter Erfolg» geprägt. Verdienter Erfolg gibt das Gefühl, etwas erreicht zu haben. Es lässt sich auch leicht mit einer körperlichen Betätigung generieren. 

von Anton Ladner 

Den Begriff «verdienter Erfolg» hat Martin Seligman geschaffen, um die Resignation zu beschreiben, die Menschen empfinden, wenn sie wiederholt unangenehme Situationen ertragen müssen, die sich ihrer Kontrolle entziehen. Der verdiente Erfolg ist das Gegenteil davon und stellt sich bei erlebter Wirksamkeit ein. Es geht dabei um die Vorstellung, effektiv zu sein, was motiviert und die Zufriedenheit steigert. Viele meinen, das gelte nur für den Berufsalltag. Aber das Prinzip, aus der eigenen Wirksamkeit einen verdienten Erfolg zu generieren, kann sich auch im Privatbereich wirkungsstark entfalten. Gerade angesichts der Tatsache, dass die Arbeitszufriedenheit von ziemlich unterschiedlichen Kriterien wie Menschen und Werten abhängt und nicht von konkreten Merkmalen wie Arbeitsaufgaben und Geld. Es ist deshalb wichtig, in der Freizeit mit seinem Körper einen verdienten Erfolg zu finden. Das kann ganz einfach sein. Ein Sauna-Besuch zum Beispiel (lesen Sie den Beitrag in Heft 47 in der Rubrik Gesundheit) kann so diszipliniert gestaltet werden, dass man am Schluss mit einem verdienten Erfolg nach Hause zurückkehrt. Das, weil man sich schön abgekühlt hat, pausiert hat und die innere Bequemlichkeit im Zaun gehalten hat. Ein ähnliches Gefühl des verdienten Erfolgs stellt sich ein, wenn man 30 Minuten auf der Rudermaschine oder dem Standfahrrad durchgehalten hat. Auch ein langer Waldspaziergang mit einem Hund vermittelt das gute Gefühl des verdienten Erfolgs. Mit dem Einsatz des Körpers kann ein Wohlbefinden generiert werden.  

Martin Seligman definierte für das Wohlbefinden fünf Eigenschaften: positive Emotionen, Engagement, soziale Beziehungen, Bedeutsamkeit des eigenen Handelns und das Vollendungserlebnis. Eine etwas disziplinierte Aktion im Dienst des Körpers beinhaltet mehr oder weniger alle diese Bestandteile, die ein Wohlbefinden auslösen. Seligman schuf auch den Begriff der erlernten Hilflosigkeit, wenn Antriebslosigkeit zu einer Abwärtsspirale in die Passivität führt. Dort unten sind keine verdienten Erfolge möglich, entsprechend deprimierend ist dann die Situation. 

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