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Achtsamkeitsimpuls

Warum man aufhören muss, sich darüber Gedanken zu machen, was schiefgelaufen ist. Denn Energieinvestitionen in Wenn-würde-Konstruktionen blockieren und verhindern die Wahrheit.

von Anton Ladner

 

 

Einen Fehler zu machen ist nur ein Feedback, dass man vom Kurs abgekommen ist. So lautet die Definition eines US-amerikanischen Personal-Performance-Coaches. Es gibt viele nette Worte, um Fehler zu umschreiben, damit sie weniger schmerzen. Beim Umgang mit Fehlern vertreten die Experten aber alle die gleiche Stossrichtung: Fehler muss man loslassen wie einen Ballon. Wer an seinen Fehlern nagt, belastet sich emotional und verbaut sich die Chance, an Fehlern zu wachsen. Mit Gedanken, die mit wenn oder hätte beginnen, lösen sich Fehler und deren Folgen nicht auf. Nur wer Fehler abhaken kann, befähigt sich, aus Fehlern auch tatsächlich zu lernen. Das setzt aber voraus, dass Fehler auch tatsächlich als Fehler erkannt werden. Damit hat eine grosse Zahl von Menschen Mühe. Viele leben in der Haltung, Fehler würden nur andere begehen.

Die Angst davor einen Fehler zu begehen

Fehler einzugestehen wird oft als Versagen gesehen. Ein Schweizer Staatssekretär liebte besonders einen Spruch: «Wer arbeitet, macht Fehler. Aber ich hasse Fehler. Deshalb versuche ich, so wenig wie möglich zu arbeiten.» Was witzig klingt, ist im übertragenen Sinne bei vielen ein Drama.

Man bezieht keine Stellung, man wagt kein Urteil, man zögert Entscheidungen heraus, man wartet ab – alles aus der Angst, einen Fehler zu begehen. Die Angst zu versagen ist aber nicht angeboren, wie Kleinkinder vor Augen führen.

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Sie schleicht sich später ein und führt im Erwachsenenleben in entsprechenden Situationen zur Ausschüttung von Adrenalin und Cortisol, die das Selbstschutzprogramm aktivieren – Blockade, Erstarrung oder Flucht. Wer sich mit dieser Angst schön gelassen anfreundet, kann in ihr eine motivierende Kraft finden. Und ein weiteres Phänomen des Lebens: Im Rückblick können Fehler, die man schon lange losgelassen hat, sich als Glücksfall für die Persönlichkeitsentwicklung erweisen. Der Fehler hat einen vom Kurs abgebracht und dabei ganz neue Horizonte eröffnet, zu denen man aufgebrochen ist.

 

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