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Achtsamkeitsimpuls
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Achtsamkeitsimpuls

Wie erreicht man ein grüneres Leben? Indem man sich auf eine Klima-Diät einlässt. Ist das anstrengend und langweilig? Das Gegenteil davon ist der Fall. Man fühlt sich dadurch intensiver mit der Umwelt verbunden.

von Anton Ladner 

 

 

Zugegeben, das Buch trägt einen Titel, der nach Einschränkungen, Verzicht und Opfer klingt: «Die Klimadiät – 50 Schritte, um den Fussabdruck zu verkleinern». Autor Paul Greenberg geht es darum, mit dem eigenen Lebensstil den CO2-Ausstoss zu reduzieren. Greenberg ist sich bewusst, dass eigentlich jeder Mensch zur Eindämmung des CO2-Verbrauchs etwas tun möchte. Wohl kein Mensch will, dass die Folgen des Klimawandels noch schlimmer ausfallen. Aber die konkreten Schritte zu Veränderungen gestalten sich schwierig.

Es bleibt deshalb weitgehend bei der Absicht. Deshalb gibt Greenberg konkrete Tipps für persönliche Veränderungen. Es geht dabei um eine Art Klima-Selbstfürsorge oder Klima-Wellness. Was hat das mit körperlicher Selbstfürsorge zu tun? Mehr, als man auf den ersten Blick meint. Wer grün lebt, geht mehr. Wer mehr geht, ist länger an der frischen Luft und am Sonnenlicht. Dadurch werden die Sinne angeregt, das Gehirn wird besser durchblutet, was zu neuen Ideen oder gar gedanklichen Lösungen von Problemen führen kann. Kurz: Wer sich stärker der Umwelt aussetzt, gerät mit ihr und mit sich in eine harmonischere Beziehung. Grün leben bedeutet auch, sich aktiv auf Pflanzen einzulassen. Das beginnt bei Zimmerpflanzen und kann zur Begrünung des Balkons, zur Miete eines Schrebergartens und, wer das Glück eines eigenen Gartens hat, zur biodiversen Neugestaltung führen. Die Beschäftigung mit Pflanzen vertieft sich schnell zu einer Verbindung. Denn Pflanzen treten auf geheimnisvolle Weise in Beziehung mit Menschen.

Sie reagieren sensibel und schnell auf Pflege und überraschen mit erstaunlichen Erholungen nach Beseitigung von Mängeln. Grüner leben bedeutet zudem weniger Fleischkonsum, aber mehr Gemüse und Früchte. Darauf reagiert auch der eigene Körper sensibel und schnell. Konkret mit neuer Leichtigkeit, tieferem Schlaf, weniger Gewicht und einem besseren Selbstbild. Grüner zu leben, um sich grüner zu fühlen, wird so zur Selbstfürsorge in Harmonie mit der Umwelt. Denn eine gute Selbstfürsorge hat stets auch die Mitwelt im Blick.

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