Kundendienst: Tel. 056 203 22 00 kundendienst@diemedienag.ch
Achtsamkeitsimpuls
  • Facebook
  • Twitter

Achtsamkeitsimpuls

Derzeit gibt es viele Gründe, sich ängstlich zu fühlen. Aber es gibt bedeutend mehr Gründe, die dagegen sprechen. Denn wer sich ängstlich fühlt, belastet nicht nur den Geist, sondern auch seinen Körper. 

von Anton Ladner

 

 

Ein Psychologenteam der Universität Leeds hat 36 wissenschaftliche Studien ausgewertet, um Strategien zu finden, die Ängste abbauen. Dabei hat sich gezeigt, dass bestimmte psychologische Massnahmen Sorgen verringern könnenEs handelt sich um kleine Schritte, die positive Verhaltensverbesserungen anregen. Es geht dabei darum, zu lernen, sich weniger Sorgen zu machen, was nachweislich zu gesünderen Lebensweisen führt. Wenn das über einen längeren Zeitraum gelingt, ist das ein entscheidender Schutz der langfristigen Gesundheit.

1. Konzentrieren Sie Ihre Sorgen auf bestimmte Zeiten
Beschränken Sie sich jeden Tag auf eine Anzahl von Sorgenfenstern, in denen Sie sich erlauben, über das nachzudenken, was Angst macht. Steigen die Sorgen tagsüber auf, seien Sie diszipliniert und verschieben Sie die bedrückenden Gedanken ins Sorgenfenster. 

So wird verhindert, dass der Tag durch Sorgen ruiniert wird und der Körper einem permanenten Stress ausgesetzt ist. Es empfiehlt sich, einen Zeitpunkt gegen Ende des Tages für das Sorgenfenster zu wählen. Denn die Zuversicht, dass der kommende Tag besser wird, ist dann grösser. 

Spirituelle Selbstfürsorge
  • Facebook
  • Twitter

2. Schreiben Sie Ihre Sorgen auf
Die Forschung zeigt, dass das Aufschreiben von Gedanken ein wirksames Mittel ist, um den Geist von Sorgen zu befreien. Aufgeschriebene Ängste sind geordnete Gefühle – überblickbar und deshalb auch kleiner. 

3. Erstellen Sie eine Liste
Befindet man sich in einer Angstspirale, erscheinen Leben und Sorgen schnell unüberschaubar. Eine Auflistung hilft, den vermeintlichen Berg von Problemen zu relativieren. Eine Liste erleichtert auch zu verstehen, welche Aufgaben am wichtigsten sind, welche lösbar sind und auf welche man keinen Einfluss hat. Wenn man Klarheit gewinnt, worauf man seine Energie konzentrieren soll, wirkt das laut Studie der Universität Leeds entlastend.

4. Achtsamkeit trainieren
Was man nicht ändern kann, muss man akzeptieren. Vielen fällt das aber besonders schwer. Sie verfallen in ein Grübeln und dadurch in einen negativen Sog. Das führt schnell zu einem Leben in der Vergangenheit. Eine konsequente Ausrichtung auf das Hier und Jetzt, eine Konzentration auf die Gegenwart, schwächt das Grübeln ab und ermöglicht ein langsames Hinnehmen, was unveränderbar in der Vergangenheit liegt. 

5. Ein persönliches Mantra
Spitzensportler tun es schon lange und die Wissenschaft bestätigt, dass es eine gute Strategie ist: ein Satz, den man mehrmals wiederholt, wenn die Angst aufsteigt. Zum Beispiel: «Alles kommt gut» oder «Ich werde später darüber nachdenken» oder «Nichts ist von Dauer». Ein Mantra kann die Wirkung eines persönlichen Blitzableiters entfalten. 

6. Lenken Sie sich ab
Die Wissenschaft bestätigt auch, dass man sich bei Sorgen oder Angst am besten mit Musik, einem guten Buch oder etwas anderem ablenken sollte, um dem Gehirn eine dringend benötigte Pause zu verschaffen. 

7. Konzentrieren Sie sich auf Ihren Körper
Sorgen haben die Tendenz, eine Spirale negativer Gedanken zu erzeugen, die den Stress erhöhen, ohne zu Lösungen zu führen. Wenn Sie merken, dass Sie in diesem Teufelskreis feststecken, müssen Sie ihn so schnell wie möglich verlassen. Bewusstes Atmen mit der aktiven Unterstützung der Bauchmuskulatur kann da leicht helfen. Es handelt sich um eine schnelle Neuorientierung, die innert wenigen Minuten entspannt.

8. Körperlich aktiv werden
In der Studie von Leeds wurden die Auswirkungen von Sport auf Sorgen und Ängste nicht näher untersucht, aber die Autoren weisen darauf hin, dass Schwitzen einer der wirksamsten Stimmungsaufheller überhaupt sei.

Spirituelle Selbstfürsorge
  • Facebook
  • Twitter
Share This