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Achtsamkeitsimpuls
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Achtsamkeitsimpuls

In der Sportwelt ist anerkannt: Bäder helfen gegen MuskelkaterDer Schmerz beim Muskelkater entsteht durch feine Risse in den Muskelfasern. Warmes Wasser hilft aber auch gegen kleine Risse in der Seele.  

von Anton Ladner 

 

 

Körperwarmes Wasser verbessert die Durchblutung und fördert die körpereigenen Regenerationsprozesse. So lautet die Erkenntnis aus der Sportmedizin. Badezusätze mit ätherischen Ölen aus Fichtennadeln oder Rosmarin begünstigen durchblutungsfördernd diesen Effekt. 20 Minuten bei einer Wassertemperatur von 37 bis 40 Grad gelten als optimal, weil danach eine ungünstige Belastung der Haut und des Kreislaufs einsetzt. Vor allem Fussballer regenerieren sich nach einem Spiel zuerst mit kaltem Wasser in einem Eisbad. Ein kaltes Bad betäubt die Nerven und lindert so den Schmerz. Aber bei einem warmen Bad sind die positiven Effekte nachhaltiger. Wer keine Badewanne zur Verfügung hat, erreicht eine ähnliche Wirkung mit einer warmen Dusche oder mit einer Wechseldusche.  

Aber ein warmes Bad hilft nicht nur Sportlern nach einem Einsatz. Laut einer japanischen Studie mit 30 000 Probanden zwischen 40 und 59 Jahren senken regelmässige Bäder das Risiko von Herzinfarkt und Schlaganfall. Und Entzündungswerte im Blut, der Blutzuckerspiegel wie auch der Blutdruck werden dabei wie bei leichtem Sport positiv beeinflusst. Eine Studie von 1996 mit älteren Frauen ergab zudem, dass ein warmes Bad am Abend eineinhalb Stunden vor der Bettruhe das Einschlafen und Durchschlafen signifikant begünstigt. Die Testpersonen badeten in 38,5 Grad und 40,5 Grad warmem Wasser. Wer gut einschläft und besser durchschläft, sieht am Tag danach in der Regel die Welt in hellerem Licht. Durch ein warmes Bad können so auch feine Risse in der Seele heilen. Die Lösung von Verkrampfungen, die Entspannung durch die erhöhte Durchblutung und das Ausschwemmen des Stresshormons Cortisol machen das möglich. Und sicher auch die Tatsache, dass man sich mit einem warmen Bad aktiv um sich kümmert – eine körperliche Selbstfürsorge betreibt.  

Die Universität Kyoto hat untersucht, warum japanische Schneeaffen gerne im Winter in heissen Quellbecken baden. Vor allem dominante Weibchen machen das ausgedehnt. Analysen deren Kots ergaben eine stressreduzierende Wirkung. Dominante Weibchen sind aufgrund ihrer Rolle nämlich mehr Konflikten ausgesetzt und benötigen offensichtlich auch mehr Trost im heissen Wasser. 

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