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Anne Challandes
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Mein achtsamer Blick:

 

Sara Bünter
Präsidentin der Jungen Mitte Schweiz

Gemeinsam aktiv werden für die künftige Generation

Auch wenn wir noch in der Coronakrise stecken, so sehen wir langsam den Lichtblick am Ende des Tunnels. Was wir aus dieser Krise mitnehmen, ist, dass eine solch herausfordernde Situation nur gemeistert werden kann, wenn jede Generation ihren Beitrag leistet. Was wir ebenfalls aus dieser globalen Krise mitnehmen, ist, dass eine weltweite Krise mit globalen Lösungen angegangen werden muss, die Umsetzung dieser jedoch lokal erfolgt – angepasst an die jeweilige Situation in den einzelnen Ländern. Nehmen wir diese Lehren gemeinsam mit in die Zukunft zur Bewältigung weiterer Herausforderungen.

Die Schweiz hat ihr Klimaziel von 2020 verpasst. Auch die Schweiz ist bereits heute von den Folgen des Klimawandels betroffen. Hitzetage, schmelzende Gletscher, Überschwemmungen und Erdrutsche sind nur einige der negativen Auswirkungen davon. Wir leben heute auf Kosten zukünftiger Generationen. So haben wir in der Schweiz dieses Jahr am 11. Mai alle Ressourcen aufgebraucht, die wir für ein ganzes Jahr zur Verfügung hätten. Mit einem Ja zum CO2-Gesetz am 13. Juni können wir das in Zukunft ändern.

Mit dem CO2-Gesetz wird der Klimaschutz gemeinsam mit der Wirtschaft und nicht gegen sie umgesetzt. Dies bezeugt auch die breite und starke Unterstützung des CO2-Gesetzes durch die Schweizer Wirtschaft. Für unsere Wirtschaft, welche mit vielen klugen und wirksamen Lösungen zur Bewältigung der Klimakrise bereits heute präsent ist, setzt das Gesetz die richtigen Rahmenbedingungen.

Mit Anreizen orientiert es sich an Massnahmen mit Lenkungswirkung und sorgt damit für Investitionen und Arbeitsplätze für die Zukunft. Gleichzeitig beinhaltet das CO2-Gesetz eine Vielzahl an marktwirtschaftlichen Instrumenten und führt zu Kostentransparenz.

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Externe Kosten, welche durch den Ausstoss von CO2 verursacht werden, werden nicht mehr einfach auf die nächsten Generationen verlagert, sondern von denjenigen bezahlt, die diese Kosten verursachen. Gleichzeitig profitiert auch die Schweizer Bevölkerung von einem nachhaltigeren Umgang mit unserer Natur, denn ein Grossteil der Gelder aus den Abgaben fliesst in die Bevölkerung und das Gewerbe zurück. Der Rest wird in klimaschonende Technologien und Innovation investiert.

Wenn die Gegnerinnen und Gegner sagen, dass ein globales Problem nicht in der Schweiz gelöst werden kann, dann verkennen sie die Bedeutung von Wissens- und Technologietransfer. Die Schweiz ist Spitzenreiterin in der Forschung und Innovation. Damit kann sie über die Landesgrenze hinaus einen Beitrag zur Bewältigung der Klimakrise leisten.

 «Wenn wir die Zukunft ernst nehmen, dann müssen wir aufhören, es anderen zu überlassen, sondern selbst aktiv werden.» Das sind die Worte von Jane Goodall, einer britischen Verhaltensforscherin, und sie bringt es auf den Punkt. Denn es ist mehr als an der Zeit, in der Bewältigung der Klimakrise aktiv zu werden. Stimmen wir deshalb am 13. Juni Ja zum CO2-Gesetz und werden wir gemeinsam aktiv.

Sara Bünter ist Präsidentin der Jungen Mitte Schweiz.

Die Argumente der Gegnerinnen und Gegner vertritt nächste Woche Alain Schwald vom Liberalen Komitee für eine wirksame Umweltpolitik.

 

 

*In dieser Rubrik wirft jede Woche eine prominente Persönlichkeit einen achtsamen Blick auf die Schweiz und beschreibt aus ihrer Sicht, was zählt. Diese Meinung muss sich nicht mit derjenigen der Redaktion decken.

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